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Ein Hochbeet anlegen und befüllen

Rückenfreundliches Arbeiten im Garten und eine schöne Optik. Es macht wirklich Sinn, die Grünabfälle zu nutzen. Denn am Ende des Tages profitieren Sie: von einer verlängerten Gartensaison mit frischem Gemüse oder Beeren. Wir zeigen Ihnen genau, wie Sie ein Hochbeet anlegen und das Hochbeet dann befüllen.

Die Vorbereitungen, um ein Hochbeet anzulegen

Hochbeet anlegenBevor Sie direkt loslegen, sollten Sie sich im Vorfeld einige Gedanken um den Standort und die Materialien machen. Damit die Arbeit schnell von der Hand geht, ist es wichtig, Holz für den Rahmen zu besorgen aber insbesondere auch das Füllmaterial zu sammeln. Unterschätzen Sie nicht die Menge, die in das Innere passt, wenn Sie ein Hochbeet anlegen und später dann das Hochbeet befüllen. Die Menge beträgt bei Maßen von 100 x 80 x 65 Zentimeter (Breite x Länge x Höhe) ca. 520 Liter. Da geht einiges rein, zumal einige Materialien wie Laub und Gras im Laufe der Zeit für ein Absenken verantwortlich sind. Ein ganz natürlicher Prozess, den Sie einplanen, wenn Sie ein Hochbeet befüllen.
Um den Vorteil eines Hochbeets in vollen Zügen genießen zu können, muss der richtige Standort gefunden werden. Im Schatten eines großen Baumes befindet sich dieser sicherlich nicht. Wählen Sie daher einen Platz, der mindestens halbschattig ist. Achten Sie auch darauf, wie die Sonne im Spätsommer oder Herbst am gewählten Ort steht, denn immerhin können Sie dank dem Hochbeet die Gartensaison für Gemüse verlängern.

Vor dem Hochbeet anlegen steht die Materialwahl

Als Materialien haben sich Stein bzw. Betonbausteine oder Holz bewährt. Betonbausteine oder Gabbionen können Sie ebenfalls verwenden, um Ihr Hochbeet zu befüllen. Auch Metalle wie Aluminium oder Edelstahl werden verwendet. Metall wirkt stylisch und zieht in jedem Falle die Aufmerksamkeit auf sich. Gleichzeitig ist es sehr lange haltbar, muss aber auch sorgfältig verarbeitet werden, damit es keine scharfen Kanten gibt. Kunststoff ist einerseits günstig, macht aber optisch nicht so viel her. Außerdem kann es dem Gewicht im Laufe der Zeit nachgeben. Sobald Sie das Hochbeet anlegen, sollten sich also in jedem Falle für ein stabiles Material entscheiden.

Los geht’s: Das Hochbeet befüllen

Um zu verstehen, wie Sie das Hochbeet anlegen, werfen Sie einen Blick in die Natur. Der Wald ist das Musterbeispiel für guten Boden und Verrottungsprozesse. Schicht für Schicht legen sich die Grünabfälle des Waldes auf dem Boden ab und verrotten langsam. Das Ergebnis ist ein wundervoller, weicher und vor allem nährstoffreicher Boden. Wenn Sie Ihr Hochbeet befüllen, wird das Prinzip der Natur nachgeahmt. Zentraler Punkt ist, dass die einzelnen Stoffe die Möglichkeit haben, im Laufe der Zeit zu verrotten. Dazu brauchen die Füllstoffe Luft, Feuchtigkeit und Wärme. Dieser Mix beschleunigt die Rotte, es entsteht ein wunderbarer Humusboden, auf dem Gemüse prachtvoll gedeihen kann.

Faustregel: Jede einzelne Schicht sollte ca. 20 Zentimeter hoch sein.

Sobald Sie das Hochbeet anlegen und der Rahmen steht, legen Sie Kaninchendraht auf dem Boden aus. Er verhindert, dass Wühlmäuse und andere Kleintiere in das Beet eindringen und sich über die Wurzeln der Gemüsepflanzen hermachen. Sie beginnen, das Hochbeet zu befüllen. Es folgt eine Schicht von kleingehackten Ästen und Zweigen. Als erstes legen Sie größere Äste hinein. Das Holz verrottet nur langsam, die dabei entstehenden Lücken sorgen für die natürliche Luftzirkulation. Danach folgen lose Zweige, die die Funktion einer Drainage übernehmen. Somit kann auch Regenwasser abfließen.

Hochbeet befüllenWeiter geht es mit dem Projekt Hochbeet anlegen. Nach groben Ästen und feineren Zweigen folgt nun kleingehäckseltes Schnittgut. Das stammt am besten von einer Hecke, alternativ können Sie das Hochbeet befüllen, in dem Sie eine Schicht von trockenem Gras oder Heu verwenden. Fragen Sie doch einfach einen Bauern in der näheren Umgebung, ob Sie etwas Stroh bekommen könnten. Wichtig ist, dass das Schnittgut in jedem Falle trocken ist, damit es nicht schimmelt. Eine weitere luftige Schicht folgt. Nun verwenden Sie trockenes Laub, dass Sie am besten schon im Vorfeld gesammelt haben. Beim Laub kann großzügig gehandelt werden. Auch das Mischen von verschiedenen Laubblättern ist möglich. Manche Laubblätter verrotten langsam, andere schneller. Insgesamt ist dies für den Verrottungsprozess sehr günstig. Wichtig ist wieder, dass das Laub absolut trocken und ausreichend vorhanden ist.

Beim Hochbeet befüllen ist die Schicht Laub nun vorerst eine der letzten groben Schichten an Grünabfällen. Bis hierher ist bereits zu erkennen, von welchen Mengen wir sprechen, wenn Sie ein Hochbeet anlegen möchten! Nun folgt eine Schicht grober Kompost. Dabei darf es sich ruhig um noch nicht vollständig verrotteten Kompost handeln, der noch einige Feststücke enthält. Haben Sie einen Bauernhof in der Nähe? Sehr gut! Denn alternativ können Sie hier auch Pferde-, Schafs- oder Kuhmist verwenden. Der Mist bringt die Temperaturen in Gang, sollte jedoch mit etwas Erde vermischt werden, sollte er sehr frisch sein.

Ein Hochbeet anlegen: Die letzte Schicht

Nun folgt als oberste Schicht Gartenerde. Auch hier verwenden Sie gute, nährstoffreiche Erde. Es ist die letzte Schicht, um das Hochbeet zu befüllen, deshalb geben Sie ausreichend Erde hinein bis an den oberen Rand. In einigen Wochen wird die gesamte Masse ein wenig absacken. Ein völlig normaler Prozess, dann können Sie entscheiden, ob Sie eine weitere Schicht Erde hinzugeben, um das Hochbeet zu befüllen.

Es ist vollbracht: Das eigene Hochbeet anlegen und befüllen

Jetzt, wo das Hochbeet fertig ist, kann ein Plan für die Aussaat gemachten werden. Aufgrund der nährstoffreichen Schichten bietet es sich an, im ersten Jahr starkzehrende Pflanzen wie Kartoffeln, Paprika oder Tomaten einzusetzen. Auch Blumen gedeihen hier wunderbar. Im Herbst werden Tulpenzwiebeln eingesetzt, sie sind dann die ersten Frühblüher im Folgejahr und geben ein prächtiges Bild auf dem Hochbeet ab. Bei Kräutern sollten Sie beachten, dass Rosmarin oder Salbei eher nährstoffarme Böden bevorzugen. Sie sind in einem separaten Pflanztopf besser aufgehoben.


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